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Die Ägyptische Königin Cleopatra hat von jeher die Phantasie der Menschen beschäftigt - nicht zuletzt wegen ihrer tragisch endenden Liebesbeziehung zum römischen Feldherren Antonius. Sie folgte ihm in den Tod, indem sie sich giftige Kobras an den Hals setzte. Der Hollywood-Monumentalfilm mit Liz Taylor und Richard Burton von 1963 machte diese Liebesgeschichte einem breiten Publikum bekannt.
Shakespeare zeigt beide Figuren als extrem leidenschaftlich und kompromisslos. Antonius, einer der drei Herrscher des Römischen Reiches, führt in Ägypten ein schwelgerisches Liebesleben mit Cleopatra. Als Krieg droht, ruft Cäsar ihn zurück nach Rom und verheiratet ihn mit seiner Schwester, um ihn enger zu binden. Cleopatra ist außer sich. Doch Antonius kann Cleopatra nicht vergessen. Er kehrt zu ihr zurück und macht sich damit politisch unmöglich. Cäsar nutzt diese Situation, um die Macht ganz an sich zu reißen. Er zettelt eine Seeschlacht gegen Antonius an. Cleopatra, an der Seite des Geliebten kämpfend, verlässt die Schlacht mit ihrem Schiff im entscheidenden Moment - und Antonius folgt ihr. Damit ist sein politisches Schicksal besiegelt; die Schande ist unerträglich. Seine Liebe zu Cleopatra schlägt in Hass um. Er begeht Selbstmord, Cleopatra folgt ihm in den Tod. Zwischen Staatsräson, Intrigen und Kriegen hat ihre Liebe keine Chance.
David Mouchtar-Samorai inszeniert das Stück in der deutschen Fassung von Frank-Patrick Steckel. Die Neubearbeitung entstand eigens für die Wiesbadener Inszenierung.
David Mouchtar-Samorai ist ein international gefragter Schauspiel- und Opernregisseur, dessen Inszenierungen fünfmal zum Berliner Theatertreffen eingeladen waren. In Wiesbaden inszenierte er u.a. “Schnitzlers” ,”Der einsame Weg”, “Millers” ,”Der Tod eines Handlungsreisenden” sowie die Uraufführungen ,”Purcells Traum von König Artus” (Dorst) und “Remind me to forget” (Hub).
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