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Die Räuber

“Die Räuber”

Schauspiel von Friedrich Schiller

Premiere, Samstag, den 10.01.2009, 19.30 Uhr, Kleines Haus

Regie und Bühne: Ricarda Beilharz, Kostüme: Franziska Rast, Dramaturgie: Carola Hannusch

Mit: Michael Günther (Maximilian von Moor, Pastor Moser, ein Pater), Florian Thunemann (Karl), Michael von Burg (Franz), Franziska Werner (Amalia von Edelreich), Michael Birnbaum (Spiegelberg), Lars Wellings (Schweizer), Sebastian Muskalla (Razmann), Wolfgang Böhm (Roller, Kosinsky), Anca Munteanu Rimnic (Räuberin der Räuber)

Zwei ungleiche Brüder, die doch eines gemeinsam haben: Den unstillbaren Wunsch nach Veränderung! Karl, der Erstgeborene, hat Moralversessenheit und Konventionen satt - er sehnt sich nach Freiheit und stürzt sich ins Räuberleben. Franz, der Jüngere, fühlt sich von Geburt an benachteiligt, vom Vater nicht geliebt -er dürstet nach Wiedergutmachung für die verpassten Chancen. Während Karl bald des Räuberdaseins überdrüssig wird und so schnell wie möglich heim zum Vater und der geliebten Amalia möchte, weiß Franz genau dies zu verhindern. Für Karl gibt es kein Zurück mehr in den bürgerlichen Hort der Familie; verzweifelt gibt er sich einem Leben hin, das von Gewalt und Gesetzlosigkeit geprägt ist. Franz’ Rechnung aber geht nicht auf: So leicht lässt es sich nicht an Karls Stelle treten. Um seine Ziele und die Liebe Amalias zu erreichen, schreckt Franz selbst vor Mord nicht zurück...

Friedrich Schillers Jugendwerk, im Geiste des Sturm und Drang entstanden und 1782 uraufgeführt, ist ein furioser Aufschrei gegen Maßregelung und Drangsal. Der junge Schüler der Militärakademie entwirft die hitzige Vision einer coolen Männerbande, die sich Freiheit auf die Fahnen schreibt, sich im Kampf gegen das Establishment aber unaufhaltsam verbrecherisch radikalisiert. Hinzu kommt mit Franz ein ‚Zukurzgekommener’, der einen perfekt geplanten Vergeltungszug initiiert, der keinerlei Grenzen kennt. Zwei Brüder, zwei Lebensentwürfe. Sowohl die materialistische als auch die idealistische Überzeugung werden hier mit solcher Kompromisslosigkeit durchgesetzt, dass jeder, der zwischen die Fronten gerät - wie Vater Moor oder Amalia - verloren ist.

Ricarda Beilharz ist Regisseurin und Bühnenbildnerin. Sie gehörte fünf Jahre zum Leitungs-Team von Stefan Bachmann am Theater Basel und arbeitete u.a. für die Berliner Festwochen, das Thalia Theater Hamburg, das Stadttheater Luzern, die Salzburger Festspiele und für das Deutsche Theater in  Göttingen. In Wiesbaden inszenierte sie in der letzten Spielzeit Yasmina Rezas ‚Der Gott des Gemetzels’.

 

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