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Michael Kohlhaas
nach der Novelle von Heinrich von Kleist
Theaterfassung von Konstanze Lauterbach und Dagmar Borrmann
Premiere am Samstag, den 30.01.2010, 19.30 Uhr, Kleines Haus
Regie: Konstanze Lauterbach Bühne: Andreas Jander Kostüme: Karen Simon Musik: Achim Gieseler Dramaturgie: Dagmar Borrmann
Mit: Michael Kohlhaas: Michael Günther Lisbeth / Zigeunerin / Volk / Chor: Doreen Nixdorf Herse / Prinz von Meißen / Chor: Jörg Zirnstein Tronka / Wenk: Lars Wellings Hinz / Geusau / 3. Ratsherr / Meister Himboldt: Tobias Randel Kunz / Bruno Winzen / Luther / Graf Wrede: Uwe Kraus Nagelschmidt / Kurfürst von Sachsen: Oliver Breite Burgvogt / Sternbald / Knecht Kunz / Kurfürst v. Brandenburg: Florian Thunemann Magd bei Tronka / Chor / Gast bei Tronka / Bürgerin v. Wittenberg / Straßenjunge / Hofdame / Volk: Eva-Maria Damasko Junger Kecht bei Tronka / Chor / Friedrich / Händler Marktplatz: Michael von Bennigsen Stimme Advokat im Chor / Amtmann / 2. Ratsherr / Abdecker: Benjamin Krämer-Jenster Knecht bei Tronka / Chor / Zöllner / Rümhold / Volk Marktplatz: Gregor Müller Knecht bei Tronka / Chor / Gast bei Tronka / 1. Ratsherr / Offizier der Wache / Volk Marktplatz: Steven Gänge Knecht bei Tronka / Chor / Gast bei Tronka / Waldmann / Volk / Händler Marktplatz: Dietmar Barbatschi
Der Rosshändler Kohlhaas ist mit seinen Rappen unterwegs zur Messe. An der Grenze wird er aufgefordert, einen zusätzlichen Pass vorzulegen oder umzukehren. Dem Rosshändler bleibt nichts anderes übrig, als zwei seiner Pferde als Pfand beim Junker von Tronka zurück zu lassen und sich einen solchen Pass zu besorgen. Auf dem Amt erfährt er, dass es dieses Papier gar nicht gibt.
Kohlhaas kehrt zurück. Der Junker hat seine Pferde durch Feldarbeit halb zu Tode geschunden. Kohlhaas reicht eine Klage gegen ihn ein, die aber niedergeschlagen wird. Ein weiterer Versuch, gegen den Junker vorzugehen, versickert im Filz der Bürokratie. Als Kohlhaas’ Frau mit einer Bittschrift zum Kurfürsten geht, wird sie von dessen Wachen so verletzt, dass sie stirbt. Kohlhaas bewaffnet daraufhin seine Knechte und zündet die Burg des Junkers von Tronka an. Der Junker kann fliehen und verschanzt sich in Wittenberg. Kohlhaas steckt mit seiner Bande, die zum Sammelbecken für Entrechtete aller Couleur geworden ist, die Stadt dreimal in Brand. Luther verspricht, sich für ihn einzusetzen. Aber für eine Befriedung des Konflikts ist es zu spät. Kohlhaas wird vom Jäger zum Gejagten. Die Mühlen der Justiz laufen gegen ihn, und die kriminelle Energie seiner Bande verselbständigt sich zur Anarchie. Am Ende steht der Rosshändler auf dem Schafott.
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