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Tragödie von William Shakespeare
Premiere: Samstag, den 26.09.2009, 19.30 Uhr, Großes Haus
Regie: Tilman Gersch Bühne und Kostüme: Miriam Grimm Musik: Fred Kerkmann Kampfchoreografie: Oliver Wronka Dramaturgie: Carola Hannusch
Mit: Romeo: Michael von Burg Julia: Friederike Ott Bruder Lorenzo: Jörg Zirnstein Mercutio: Michael Birnbaum Benvolio: Michael von Bennigsen Tybalt: Lars Wellings Capulet: Jürg Wisbach Lady Capulet: Susanne Bard Montague: Benjamin Krämer-Jenster Graf Paris: Florian Thunemann Amme: Doreen Nixdorf Peter: Tobias Randel 3 Musiker: Michael Birnbaum, Michael von Bennigsen, Lars Wellings
Er liebt sie und sie liebt ihn. Wenn das Leben auf diese einfache, aber erfüllende Formel zu bringen wäre, dann müsste es rote Rosen regnen und den ganzen Tag die Sonne scheinen. Romeo und Julia ist dieses Glück bekanntermaßen nicht gegönnt. Zwischen ihren Familien besteht eine unüberwindbare Feindschaft. So bleibt den beiden frisch Verliebten keine Zeit: kaum haben sie heimlich geheiratet, wird Romeo in einen Kampf verwickelt, in dem sein Freund und Verwandter Mercutio ums Leben kommt. Blind vor Wut tötet Romeo daraufhin den Mörder Tybalt, einen Vetter Julias, und wird verbannt. Das Liebespaar ertrotzt sich eine einzige gemeinsame Nacht, bevor es in den reißenden Strudel von Rache und Vergeltungswillen gerät. Julia greift zum Schlaftrunk, der sie in einen todesähnlichen Zustand versetzt. Ihr geplantes Wiedersehen mit Romeo wird jedoch durch eine Verkettung tragischer Zufälle verhindert und zieht den Tod des jungen Paares nach sich. Beide Familien stehen fassungslos vor den Leichen ihrer Kinder. Zu spät erkennen sie die Sinnlosigkeit ihres gegenseitigen Hasses.
Die wohl bekannteste tragische Liebesgeschichte der Weltliteratur übt auch mehr als 400 Jahre nach ihrem Entstehen eine große Faszination aus. Liebe, Hass und Tod sind die Zutaten dieses hochexplosiven Dramas, das spannungsvoll und romantisch zugleich den Traum der unbedingten Liebe träumt und uns das Scheitern dieser Utopie nicht erspart. Die unbändige Kraft, die das junge Paar zueinander und in riskante Situationen treibt, ist ebenso mitreißend, wie die Eskalation der Gewalt zwischen den jungen verfeindeten Männern verstörend wirkt. Wer sind ,die Guten’, wer ,die Bösen’? Wie kann der junge Liebhaber zum hasserfüllten Mörder werden? Und wie kann seine Braut ihn trotzdem lieben?
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